Dienstag, 20. Dezember 2016
Windkraftgegner in Erklärungsnot - Unesco hat ausdrücklich nichts gegen Windkraft im Odenwald - ganz im Gegenteil

Es gehört zu den zentralen und ständig vorgetragenen Thesen Odenwälder Windkraftgegner, dass die Region mit dem Bau von Windrädern den wichtigen „Geopark-Status“ verlieren würde. Zur Klärung hat eine Recherche vom Landrat des Kreises Bergstraße - Christian Engelhardt (CDU)- beigetragen. Der Bau von Windkraftanlagen im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald bedeutet keine Gefahr für das Prädikat Unesco Global Geopark Das hat eine Nachfrage aus der Geopark-Geschäftsstelle bei der deutschen Kommission in Bonn ergeben. Mit dieser Auskunft beantwortete  Landrat Christian Engelhardt (CDU) bereits im November eine Anfrage im Kreistag. Engelhardt ist Vorsitzender des Naturpark-Vereins, dem Kreise, Städte und Gemeinden in drei Bundesländern angehören. Laut Unesco-Kommission wird der Bau von Windrädern sogar als Beitrag zu einer „nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung“ gewertet, der dem Klimaschutz diene. Diese Haltung entkräftet nicht nur die Argumentation der Windkraftgegner, sondern unterstützt sogar die Ausbauziele für den Odenwald. Matthias Wilkes (CDU), Engelhardts Vorgänger als Landrat und Naturpark-Vorsitzender, hatte Windkraftanlagen stets als Gefahr für den Unesco-Status gesehen und dies auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit kommuniziert.


Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ist übrigens der Einzige, in dem ein Kernkraftwerk steht (Biblis). Spitze Zungen behaupten, dass dies im Grunde thematisch auch sehr gut passt, denn man muss die hier erzeugten radioaktiven Abfälle tatsächlich über geologische Zeiträume hinweg sicher verwahren. Es handelt sich dabei um eine Größenordnung von über 100.000 Jahren. Bedenkt man, dass die letzte Eiszeit in unseren Breiten vor knapp 10.000 Jahren zu verzeichnen war, lässt sich die Dimension der künftigen technischen und finanziellen Herausforderung erahnen.




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